HEINRICH-BRÜGGER SCHULE
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UNTERRICHT WÄHREND DES KRANKENHAUSAUFENTHALTS
Schule - ein bedeutender Teil des Lebens

Schule ist ein bedeutender Teil im Leben von Kindern und Jugendlichen. Vielfältige Chancen und Entwicklungen werden im Schulleben genutzt. Ebenso ist Unterricht ein Zeichen von Normalität. In der Rehabilitation stellt Schule einen wichtigen Teil dieser Normalität dar.

Mit der Erkrankung leben zu lernen, ist ein zentrales Ziel des Krankenhausaufenthaltes und des Schulbesuches bei uns. Der Umgang mit der Erkrankung im Alltag muss geübt und die Informationen darüber übermittelt werden.

Wie integriere ich die Krankheitserfordernisse in den Alltag? Wann und wo inhaliere ich? Was mache ich, wenn ich Atemnot bekomme? Wie und unter welchen Voraussetzungen kann ich doch am Schulsport teilnehmen?

Eine alltagsnahe Rehabilitation und Schulrehabilitation ist nur möglich, wenn auch während der Rehabilitation Unterricht erteilt wird.

Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens. Schulpflichtige Kinder und Jugendliche empfinden Schule als wichtigen Ort der Selbstwerdung. Das ist während einer Klinikmaßnahme nicht anders. Der Auftrag an eine Krankenhausschule lautet, zu einer besseren Selbsteinschätzung und einer Meisterung des Krankheitsschicksals bei den Schülern beizutragen.

Schulische Bildung und Berufsausbildung bestimmen heute nachhaltig die materielle und gesamtmenschliche Zukunft junger Menschen in der sogenannten Leistungsgesellschaft. Die erste Aufgabe der Krankenhausschule ist es deshalb, die Patienten während des Klinikaufenthaltes so zu unterrichten und zu fördern, dass die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Wiedereingliederung in die Heimatschule geschaffen werden. Viele Eltern akzeptieren eine längere Krankenhausmaßnahme ohne Schulbesuch nicht.

Die Heinrich-Brügger-Schule bereitet für chronisch Kranke neue Bildungs- und Ausbildungswege vor und begleitet die Schülerinnen und Schüler während der gesamten Rehabilitationsmaßnahme. Die Schulbildung von chronisch Kranken ist so von besonderer Bedeutung, weil viele Berufe z.B. allergiebedingt oder wegen Umweltbelastungen nicht ergriffen werden können. Berufliche Weiterqualifizierung ist Aufgabe unserer beruflichen Schulen.

Chronisch kranke Kinder und Jugendliche haben aufgrund ihrer Erkrankung und den daraus resultierenden Belastungen (z.B. krankheitsbedingte Ausfallzeiten, Konzentrationsprobleme oder Müdigkeit wegen nächtlicher Atemnotsattacken) häufig erhebliche Schulprobleme. Ziel der Heinrich-Brügger-Schule ist es, die notwendigen schulischen Grundlagen wieder zu entwickeln, die Lücken zu schließen und eine neue Schulmotivation zu wecken.

Ein beträchtlicher Teil der Patienten kommt mit der Diagnose „Schulschwierigkeiten“ in die Heinrich-Brügger-Schule. Hier leistet die Krankenhausschule grundsätzliche therapeutische (ausschließlich im schulischen Rahmen) und diagnostische Arbeit.

Um diese Leitgedanken umsetzen zu können, muss Unterricht stetig weiterentwickelt und die Möglichkeiten der Differenzierung erweitert werden. Modernes Unterrichtsmaterial und Unterrichtsmethoden unterstützen selbstständiges Lernen und ermöglichen so eine differenzierte Auseinandersetzung mit der eigenen Situation. Durch den Einsatz von Internet im Unterricht wird künftig der Kontakt zur Heimatklasse völlig neu gestaltet werden.





[ 13.07.2010 ]
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