HEINRICH-BRÜGGER SCHULE
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KONZEPTION DER REHABILITATIONSKINDERKLINIK
Rehabilitation bei Asthma bronchiale

Asthma bronchiale ist die häufigste chronische Krankheit bei Kindern und Jugendlichen, die heutzutage gut behandelbar ist. Unsere Erfahrungen, die wir täglich damit machen und unser „Know-how“ möchten wir unseren Patienten zur Verfügung stellen.

Schule ist Alltag für Kinder und Jugendliche und bei Asthma bronchiale von besonderer Bedeutung. Somit gehört regulärer Schulunterricht auch zum Bild einer alltagsnahen Rehabilitation.

In der Rehabilitationskinderklinik werden Kinder und Jugendliche mit Asthma bronchiale vom 2. bis zum 18. Lebensjahr behandelt. Bei jüngeren Kindern nehmen wir eine Begleitperson mit auf („Kind-Mutter-Rehabilitation“).


Indikation für eine Rehabilitation

Die Indikation für eine stationäre Rehabilitation bei Asthma bronchiale liegt dann vor, wenn die vielfältigen gesundheitlichen und psychosozialen Beeinträchtigungen, die die Erkrankung für die Kinder und Jugendlichen mit sich bringen kann, ambulant nicht mehr beherrschbar sind.


Ziele der Behandlung bei Asthma bronchiale

Unser wichtigstes Ziel ist es, die Lebensqualität unserer Patienten und deren oft belasteten Familien zu verbessern. Dazu ist es notwendig, die Anforderungen der chronischen Erkrankung zu erkennen, entsprechende Maßnahmen zu erlernen und diese zu Hause weiterzuführen.

  • Erlernen und Üben des richtigen Verhaltens in „Atemnot-Situationen“
  • Erlernen und Üben verschiedener Atemtechniken
  • Atemgymnastik
  • Einzeltherapie nach Verordnung


Pädagogische Betreuung

  • Anleitung im Alltag (u.a. Körperpflege und Hygiene) und Strukturierung des Tagesablaufes
  • Betreuung und gezielte Angebote für Kindergartenkinder, Schulkinder und Jugendliche
  • Strukturierte soziale Kommunikation und Interaktion
  • Milieutraining in der Großgruppe
  • Erlebnispädagogik
  • Sinnvolle und anregende Freizeitgestaltung
  • Hausaufgabenbetreuung und Unterstützung bei Schulschwierigkeiten
  • Sport, Spiel und Bewegung in der Halle und im Freien
  • Freiwilliges Werken unter Anleitung
  • Gespräche mit Patienten und Eltern
  • Hilfe bei Erziehungsfragen
  • Im Kind-Mutter-Bereich: Werken, Sport, Entspannung für Begleitpersonen
  • Zusätzlich bei entsprechender Indikation: Spezielle Therapieformen bei Störungen der Wahrnehmung oder Feinmotorik, Entspannung, Kreativgruppe, Musiktherapie


Psychologische Betreuung

  • Psychologische Gruppenarbeit mit Kindern und Jugendlichen
  • Gesprächsrunden und Entspannungstraining für Eltern in der Kind-Mutter-Rehabilitation
  • Ggf. Einzelgespräche mit Patienten und Eltern
  • Krisenintervention
  • Fachliche Beratung der betreuenden Mitarbeiter


Pflegerische Betreuung

  • Unterstützung der Kinder im alltäglichen Umgang mit den medizinisch und therapeutisch notwendigen Anwendungen
  • Vermittlung und Überwachung von Inhalationstechniken
  • Peak-Flow-Kontrolle und -dokumentation
  • Anleitung der Eltern bezüglich der Therapie ihres Kindes


Bewegungs- und Sporttherapie

  • Schwimmen, Schwimmtraining und -kurse, Schwimmabzeichen
  • Große Sportspiele (Basketball, Fußball, Volleyball, Hockey)
  • Kleine Spiele
  • Allgemeine Gymnastik, Aerobic, Trampolinspringen
  • Ausdauertraining (Lauf– und Fahrradergometertraining), DLV-Walking und -Laufabzeichen
  • Psychomotorik und besondere Testverfahren (KTK, TKT) nach Verordnung


Asthmaschulung „Wolke 7“

Um mit Asthma leben zu lernen, sind Information und Training unverzichtbare Bestandteile der Therapie. Information und Training werden in der Patientenschulung vermittelt. Hier erhalten die Patienten und (möglichst auch) deren Eltern ein Basiswissen über ihre Erkrankung und die Therapie. Zusätzlich erlernen sie den Umgang mit Inhalationsmedikamenten sowie wichtige Techniken zum Vermeiden und Beherrschen von Atemnotsituationen. In einem dafür eingerichteten Schulungsraum werden die Inhalte von qualifizierten „Asthmatrainern“ und Mitarbeitern der verschiedenen Fachbereiche vermittelt.

Die Asthmaschulung „Wolke 7“ wurde von uns entwickelt. Sie entspricht den Qualitätsleitlinien der bundesweiten „Arbeitsgemeinschaft Asthmaschulung im Kindes- und Jugendalter e.V.“. Für jede Altersgruppe und für die Eltern kommen von uns verfasste Broschüren in den Schulungsstunden zum Einsatz.


Schulung der Kinder- und Jugendlichen

Jeder Asthmapatient erhält in den ersten Tagen seines Aufenthaltes eine Instruktion und im Verlauf der Rehabilitation ein qualifiziertes Schulungsprogramm. Er wird dann alters- und entwicklungsentsprechend in eine der drei Asthmaschulungsgruppen Mini, Midi oder Maxi eingeteilt. Im Gruppenalltag, im Freizeitprogramm, beim Sport, in der Schule und bei der viermal wöchentlich stattfindenden Atemtherapie werden die Inhalte der Schulung vertieft und umgesetzt.


Schulung der Eltern

Die Einbindung der gesamten Familie ist elementar wichtig. Eltern, die ihr Kind während der ganzen Rehabilitation begleiten („Kind-Mutter-Rehabilitation“), werden im Laufe ihres Aufenthaltes kontinuierlich vom jeweiligen Fachpersonal geschult und unterstützt. Eltern, deren Kinder alleine zur Rehabilitation kommen, werden aufgefordert, an einem Samstag an einer Asthmaschulung teilzunehmen. Diese erstreckt sich über sieben Stunden und wird von verschiedenen Fachkräften durchgeführt.


Weitere Informationen erhalten Sie bei der Rehabilitationskinderklinik





[ 01.02.2012 ]
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