HEINRICH-BRÜGGER SCHULE
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AUFMERKSAMKEITSDEFIZITSYNDROM
Mit ADS in der Schule

Das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) tritt bei etwa 3 Prozent aller Kinder und Jugendlichen auf. Den Betroffenen fällt es schwer, sich über längere Zeit zu konzentrieren, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden sowie Aufgaben zu Ende auszuführen.

Die betroffenen Kinder sind motorisch ungeschickt und ungelenk. Wenn auffälliges Zappeln sowie lautes und störendes Verhalten hin zu kommen spricht man von einem Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom (ADHS).

Man kann jedoch nur dann von einem ADS oder ADHS sprechen, wenn die Probleme sich in mindestens zwei verschiedenen Lebensbereichen wie z.B. zu Hause und in der Schule bzw. im Kindergarten zeigen. Die Symptome dauern mindestens ein halbes Jahr an und treten bereits vor dem siebten Lebensjahr zum ersten Mal auf. Wenn ein Kind oder ein Jugendlicher diese drei Punkte nicht erfüllt und trotzdem zappelig ist, müssen die Gründe dafür woanders gesucht werden.

Das ADS/ADHS ist zu einem großen Teil erblich bedingt. Der Verlauf wird jedoch z.B. durch eine Umgebung mit ständig wechselnden Reizen verkompliziert. Daher profitieren Betroffene häufig von einer verstärkten Strukturierung des Alltags. Als Hilfestellung dienen Zeitpläne und Belohnungen, die aber von einem Therapeuten angeleitet werden sollten. Wichtig ist die intensive Einbeziehung der Eltern in therapeutische Maßnahmen, da die Eltern Handwerkszeug für schwierige Alltagssituationen benötigen und außerdem lernen müssen, dass die Kinder sie mit ihrem Verhalten nicht ärgern wollen sondern es nicht anders können.

Im schulischen Bereich benötigen ADS-Kinder viel Hilfe und viel Verständnis von den Lehrern aber auch Konsequenz. Das Zusammenspiel von Wahrnehmung und Bewegung wird im psychomotorischen Training erprobt. Eine nach einer ausführlichen Diagnostik eingesetzte medikamentöse Therapie macht nur in Kombination mit den erwähnten therapeutischen Maßnahmen Sinn. Sie erhöht die Aufmerksamkeit des Kindes soweit, dass das Kind nun anfangen kann Strategien zu erlernen, mit deren Hilfe es seine Aufmerksamkeit selbst steuern kann.


Weitere Informationen erhalten Sie auch auf den Seiten der Rehabilitationskinderklinik





[ 19.07.2010 ]
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