HEINRICH-BRÜGGER SCHULE
HOME | Fachtagungen
 
WEITERBILDUNG FÜR KRANKENHAUSPÄDAGOGEN
Fachtagungen für den regelmäßigen Erfahrungsaustausch

Die Fachtagung in Wangen finden im zweijährigen Rhythmus in der Heinrich-Brügger-Schule statt. Die letzte fand am 12.06.2010 unter dem Titel "Frühförderung bei chronisch kranken Kindern" statt.

Fachtag Frühförderung mit chronisch kranken Kindern an der Heinrich-Brügger-Schule


Aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der Sonderpädagogischen Beratungsstelle an der Heinrich-Brügger-Schule richtete dieseeinen Fachtag zum Thema „Frühförderung mit chronisch kranken Kindern“ aus.
Die Sonderpädagogische Beratungsstelle fördert als Abteilung der staatlich anerkannten Schule für Kranke an der Rehabilitationskinderklinik in Wangen im Allgäu Kinder im Kindergartenalter. Diese Kinder kommen zur Rehabilitation chronischer Erkrankungen wie Asthma, Neurodermitis, Allergien, Mukoviszidose, Adipositas, ADHS, Verhaltensauffälligkeiten oder Interaktionsstörungen in die Klinik. Durch diese Grunderkrankungen sind sie in ihrer Entwicklung gefährdet. Um die Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen, Kinder mit Entwicklungsauffälligkeiten zu fördern und Eltern zu beraten wurde die Sonderpädagogische Beratungsstelle vor zehn Jahren eingerichtet.
Die Förderung psychosomatisch erkrankter Kinder nimmt auch in der Frühförderung eine immer wichtigere Rolle ein. Deshalb lag ein Schwerpunkt der Veranstaltung auf der Förderung von Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten, in der Beziehungsförderung und in der Beratung und Schulung von Eltern.
Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der Hausherr Schulleiter und vds Bundesvorsitzende Stephan Prändl die Teilnehmer und Referenten. Frau Fachschulrätin Ingrid Schmid, Leiterin der Arbeitsstelle Frühförderung in Baden-Württemberg sprach ein Grußwort. Hier hielt sie sehr humorvoll Rückblick auf die Schwierigkeiten vor der Einrichtung der Beratungsstelle und zeigte sich begeistert von ihrer Entwicklung zum Positiven.
Hanns- Günther Wolf, Psychologe und Musiktherapeut aus der Arbeitsstelle Frühförderung Bayern spannte in seinem anschließenden Hauptvortrag den Bogen von Bindung und Beziehungsentwicklung zur Beziehungsförderung in der Frühförderung. Anhand von Videobeispielen stellte er die Bindungsentwicklung dar und erklärte die unterschiedlichen Formen der Eltern-Kind-Bindung. Wenn in der Frühförderung Anzeichen für eine unsichere Eltern-Kind-Bindung gesehen werden so kann sie mit verschiedenen Elternprogrammen (Stepping Stones,Tripple P) oder auch mit videogestütztem Interaktionstraining reagieren.
Im anschließenden medizinischen Vortrag referierte Dr. Lars Tomaschek, Leiter des SPZ Memmingen, über Frühkindlichen Autismus. Er stellte die verschiedenen Formen des frühkindlichen Autismus vor. Er klärte die diagnostischen Möglichkeiten und ging auch auf die unterschiedlichen Behandlungsansätze wie Verhaltenstherapie (STEP), Elterntraining, Musiktherapie und Arbeit nach dem TEACCH-Konzept ein.
Im Nachmittagsprogramm konnten die Teilnehmer aus sieben verschiedenen Workshops wählen. Hier referierte Dr. Bernd Kruse, Leiter der Epilepsie – Ambulanz an den Fachkliniken Wangen über Epilepsie im Kindesalter. Alexandra Spinner, Heilpädagogin aus der Sonderpädagogischen Beratungsstelle der Oberlinschule am Epilepsiezentrum in Kehl Kork, stellte den Ansatz der Frühförderung an der Epilepsieklinik vor.
„Schau doch meine Hände an“ hieß der Workshop, der sich mit Grenzen und Möglichkeiten von Gebärden in ihrer sprachanbahnenden, sprachunterstützenden und sprachersetzenden Funktion im Rahmen der Frühförderung befasste.
Dorothea Christ, Sonderschullehrerin aus der Sonderpädagogischen Beratungsstelle für Frühförderung und unterstützte Kommunikation an der Heimsonderschule Haslachmühle gestaltete diesen mit viel Anschauungsmaterial sehr abwechslungsreich.
Petra Geisler, Erzieherin an der Sonderpädagogische Beratungsstelle der Heinrich-Brügger-Schule erarbeitete gemeinsam mit den Workshop-Teilnehmern Teile aus der Elternschule, wie sie im Rahmen der Rehabilitation durchgeführt wird.
Über Alkohol in der Schwangerschaft als vielfach übersehene Ursache für Verhaltensauffälligkeiten und Entwicklungsstörungen referierte Veerle Moubax als Vertreterin von FASworld e.V.
Aufbauend auf seinen Vortrag vom Vormittag berichtete Hanns-Günther Wolf über Möglichkeiten der Beziehungsförderung durch Elternschulung und Elternberatung.
Schließlich erklärte die Sozialpädagogin Beate Braiger vom Landratsamt Ravensburg den Ansatz des KiP-Projektes in der Arbeit mit Kindern psychisch kranker Eltern.
Insgesamt wurde der Fachtag von allen Teilnehmern als „runde Sache erlebt und es gab von Teilnehmern und Referenten viel Lob für das Team der Beratungsstelle und die perfekte Organisation und Durchführung der Veranstaltung.





[ 28.06.2010 ]
Einladung zum Mitmachen im Juli
Mit den "Übungen der Woche" möchten wir Sie im Alltag zum Mitmachen und zum in Bewegung bleiben ermutigen. Denn regelmäßige körperliche Bewegung sorgt mit dafür, dass Sie sich wohl fühlen.
Mehr...

created by TOPIC.