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HUNDE RICHTIG VERSTEHEN LERNEN Heinrich-Brügger-Schule besucht Hundeschule in Kisslegg

Wangen - Bereits zum dritten Mal besuchten Kinder, die in den Waldburg-Zeil Fachkliniken Wangen einen vier- bis sechswöchigen Rehabilitationsaufenthalt verbringen, im April 2010 gemeinsam mit ihrer Lehrerin die Hundeschule „ dogelements“ in Kisslegg.
Die Kinder im Alter von 7 bis 10 Jahren werden während ihres Klinikaufenthaltes in der Heinrich-Brügger-Schule, einer staatlich anerkannten Krankenhausschule, unterrichtet. Im Rahmen dieses Unterrichtes können die Kinder an verschiedenen Projekten teilnehmen. In einem dieser Projekte erfahren die Kinder zurzeit vieles über das beliebteste Haustier des Menschen, den Hund. Den absoluten Höhepunkt für die Schüler bildete daher der Besuch der Hundeschule „dogelements“.
Den Hund nicht herausfordern
Zuerst erfuhren die kleineren und größeren Hundeliebhaber von Bettina Bestler, einer erfahrenen Hundetrainerin und Hundepsychologin und Leiterin der Hundeschule, was sie beachten sollten, wenn sie mit einem fremden Hund in Kontakt treten. Erstaunt nahmen sie zur Kenntnis, dass Hunde es nicht mögen, ja, sogar als Bedrohung empfinden können, wenn sich ein Kind über sie beugt und am Kopf streicheln will. Anschaulich und geduldig erklärte Bestler den Besuchern die „Hundesprache“. Was will uns ein Hund sagen, wenn er zurückweicht, knurrt oder den Schwanz zwischen die Hinterläufe klemmt? Was muss ich im Spiel mit meinem Hund beachten? Darf ich fremde Hunde, die ganz lieb aussehen, einfach streicheln? So lernten die Kinder, wie sich Hunde über ihre „Körpersprache“ ausdrücken und wie viel leichter der Kontakt zwischen Mensch und Hund funktioniert, wenn der Mensch diese Sprache versteht.
Danach ging es endlich auf den Hundeplatz, und Bettina Bestler führte nacheinander ihre beiden Hunde in die Kinderrunde: „Cleo“, eine vierjährige Lagotto-Romagnolo Hündin, ein ausgebildeter Therapiehund, der viel Erfahrung im Kontakt mit Kindern hat, und „Shadow“, ein einjähriger hübscher Collie Rüde, jung und etwas ungestüm. Jeder durfte den Hunden ein Leckerchen geben, sie streicheln und mit ihnen kleine Übungen auf dem Parcours ausprobieren. Und immer wieder hatten die Kinder viele, viele Fragen, die die Hundetrainerin geduldig und kenntnisreich beantwortete.
Ein toller Ausflug
Auf dem Heimweg in die Fachkliniken Wangen diskutierten die Kinder das Erlebte. Die Viertklässler Giuliano und Timo waren begeistert über die kleinen Kunststücke, die „Cleo“ vorführte. Rafael hingegen fand es toll, mit dem Hund über die Hürden zu springen. Und die siebenjährige Fabienne hatte es sehr genossen, den jungen Collie ganz ruhig an der Leine zu führen und dabei zu erfahren, wie aufmerksam er immer den Blickkontakt zu ihr suchte. In einem Punkt waren sich alle einig: Sie haben viel gelernt und erlebt und es war wunderschön.
MAITI ( 11 Jahre):
„ Wir waren in einer Hundeschule. Es gab zwei Hunde: Cleo und Shadow. Cleo durften wir alle durch den Parcours führen. Sie sucht am liebsten versteckte Bälle und sie kann auch tanzen und sich tot stellen. Jeder durfte Cleo vorher und nachher ein Leckerlie geben, genauso wie Shadow. Shadow durften wir leider nur ein Stückchen an der Leine führen, weil er erst ein Jahr alt ist und das noch nicht kennt. Shadow ist ein Collie. Die Frau hat uns zwölf Regeln im Umgang mit Hunden gesagt und unserer Projektleiterin ein Heft mit den Regeln mitgegeben. Jedes Kind macht im Projekt ein Hundebuch. Alle waren bei der Hundeschule sehr nett. Jeder fand die Hunde süß. Wir haben der Frau eine Karte geschrieben und ihr ein Geschenk gegeben. Das Geschenk hat eher gesagt unsere Projektleiterin gegeben. Ich fand es da super toll!“ |
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