 |
 |
 |
 |
|
|
HOME | Aktuelles & Presse | Pressemitteilungen / Presseservice |
| |
 |
|
|
 |
„BEWEGUNG IST GAR NICHT SO ÜBEL“ Neuen Sportanlagen für kleinere und größere Patienten eingeweiht

Wangen - Mit einem fröhlichen Sportfest starteten die Fachkliniken Wangen am 7. Mai in die Sportsaison 2010. Anlass dafür war die Einweihung von Funcourt, Kletterwand, Kletterstein, Großtrampolin und Beachvolleyplatz auf dem Gelände der Fachkliniken Wangen.
Diese Sportanlagen konnten alle dank der großzügigen finanziellen Unterstützung mit rund 140 000 EURO durch „Herzenssache“, einer Kinderhilfsaktion von SWR und SR, angeschafft werden. 17 000 EURO kamen vom Förderverein der Fachkliniken Wangen dazu. Jetzt sind die Sportanlagen komplett fertig gestellt.
Davon überzeugten sich auch der Oberbürgermeister der Stadt Wangen, Michael Lang, und Paul Locherer, Mitglied des Landtages Baden-Württemberg. Sie hoben in ihren Grußworten den besonderen Einsatz der Fachkliniken Wangen bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen aus dem gesamten Bundesgebiet hervor. Krankenhausdirektor Hans-Jürgen Wolf dankte allen Spenderinnen und Spendern herzlich und strich die immense Bedeutung der Sportanlagen für das Therapiekonzept heraus. Renten- und Krankenversicherungen schickten ihre jungen Patienten gerade deshalb an die Fachkliniken Wangen, weil hier Genesung durch indikationsbezogene Therapie in Verbindung mit einem sportwissenschaftlich und psychologisch fundierten Konzept angeboten werde.
Prominentenfußballturnier
In der bis auf den letzten Platz gefüllten Turnhalle demonstrierten die jüngeren Kinder den Gästen und den vielen anderen Patienten, wieso ein Trampolin und eine Kletterwand einerseits der Gesundheit dienen und andererseits Spaß machen können. Das Prominentenfußballspiel musste wegen des Regens vom Funcourt in die Halle verlegt werden. Es setzte den Auftakt zum Fußballturnier der Patientenmannschaften um den Chefarztwanderpokal. Michael Lang, Paul Locherer, Hans-Jürgen Wolf und Geschäftsführer Ellio Schneider, deren Mannschaften mit jugendlichen Patienten ergänzt wurden, legten sich auch in der Halle so ins Zeug, dass bald `heiße` WM-Stimmung aufkam.
Die Kinderärzte, Sportlehrer und Therapeuten an den Fachkliniken Wangen sind mit den vielen Möglichkeiten der Trendsportanlagen sehr zufrieden. „Früher sind die Kinder auf Bäume geklettert. Heute braucht man Hallen mit Kletterwänden und -felsen, wo Kinder sich im Kraxeln üben“, weiß Dr. Thomas Spindler, Chefarzt der beiden Kinderkliniken an den Fachkliniken Wangen und Initiator des Herzenssache-Projektes. „Im Rahmen unseres Sportprogramms für atemwegserkrankte Kinder oder Kinder mit Übergewicht nutzen wir Trendsportarten, um sie zu Lust an der Bewegung zu motivieren.“
Klettern z. B. hat, wie die anderen angebotenen Sportarten, komplexe Auswirkungen auf die jungen Patienten. Zum einen braucht es Mut, so eine Wand hinaufzusteigen. Dazu kommen Ausdauer und Koordination, Orientierungssinn und schließlich die Teamarbeit. Denn jeder Kletterer benötigt einen Partner, der ihn sichert. „So fördern wir gleich mehrere Eigenschaften“, erläutert Dr. Spindler. Wesentlich sei auch die Erfahrung, etwas geschafft zu haben. Kindern mit gesundheitlichen Handicaps haben eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit oder sind von früheren Misserfolgen frustriert und weichen sportlichen Betätigungen gerne aus – damit verschlechtert sich ihre Kondition weiter, eine Abwärtsspirale!
Die Abwärts-Spirale umkehren
„Attraktive Sportgeräte aber machen Lust auf Bewegung und wirken bei richtigem Einsatz gleichzeitig als effektive Methode der Atem- und Physiotherapie“, erläutert Dr. Thomas Spindler. „Mit einem professionellen Training können wir die Spirale sogar umkehren.“ Deshalb setzen die Therapeuten an den Fachkliniken Wangen Großtrampoline zum Beispiel zum Schleimlösen für Patienten mit Asthma oder Mukoviszidose ein.
Auf dem Trampolin zeigt sich darüber hinaus schnell, wer motorische Defizite hat und während seines Aufenthaltes an den Fachkliniken speziell gefördert werden sollte. Und schließlich ist es gerade für adipöse Kinder ein großes Glücksgefühl auf dem Trampolin zu springen und federleicht zu fliegen. Auf diese Weise gewinnen die kranken Kinder und Jugendlichen Selbstbewusstsein und eine andere Einstellung zu ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung; Therapien zum Beispiel mit Medikamenten und Physiotherapie sind dann erfolgreicher. |
 |
 |


|
|
|