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MITTWOCHS BEI DEN WALDBURG-ZEIL KLINIKEN Frohes Fest trifft heiligen Zorn
 Termin: 05.12.2007
Isny-Neutrauchburg – Über Gefahren und Nebenwirkungen weihnachtlichen Harmoniebedürfnisses spricht am Mittwoch, den 05. Dezember 2007 ab 19.30 Uhr Dr. med. Johannes Vogler, Chefarzt der Waldburg-Zeil Klinik Alpenblick im Rahmen der Vortragsreihe „Mittwochs bei den Waldburg-Zeil Kliniken“. Im Vortragssaal der Klinik Alpenblick werden die Besucher eingestimmt auf Geschenke und andere Überraschungen, die so ein Weihnachtsfest mit sich bringen kann.
„Es ist für uns eine Zeit angekommen, die bringt uns all eine große Freud’…“. Ganz im Sinne dieser Worte bereiten sich die meisten Menschen dieser Tage vor auf eine besinnliche Weihnachtszeit, gemütliche Abende in der Familie und schließlich das Highlight des Winters: das Weihnachtsfest! Mit Bratäpfeln und Zimtsternen verwöhnt man seine Lieben, engelhafter Gesang im Supermarkt beschert eine friedvolle Stimmung und ein Büschelchen Engelshaar perfektioniert den festlichen Glanz der eigenen vier Wände.
Bis zur letzten Minute werden noch Pastetchen gebacken, Bäume geschmückt und Rüschenblusen aufgebügelt und wenn sich die ganze Familie dann versammelt und endlich mal alle Zeit füreinander haben, dann kommt es oftmals zum Eklat. „Weihnachten ist ein Fest, an dem regelmäßig die Enttäuschungen von vor 30 Jahren hoch kochen“, so Dr. Vogler „weil die hohen Erwartungen an ein ganz besonders schönes und harmonisches Fest die Menschen unter Stress setzt. Parallel zu den „Maximal-Friedvoll-Erwartungen“ des Advents fällt vielen Menschen nämlich auf, dass ihr eigenes Leben gar nicht so rundum perfekt ist, sie sich alleine gelassen und unausgefüllt fühlen.“ Und dann reicht eben manchmal schon eine Kleinigkeit, um die Harmonie in sich zusammenfallen zu lassen.
Familienkrach aus kleinem Anlass heraus
egen eines alten Fotos oder einer etwas zu humorvoll interpretierten Anekdote kann so ein Familienkrach entfachen, der im Extremfall über mehrere Weihnachtsfeste hinweg andauert. Oftmals entstehen solche Krisen auch, weil es den Beteiligten einfach nicht möglich ist, im Alltag brodelnde Konflikte bis zum 27. Dezember mit dem goldenen Deckchen der Weihnachtlichkeit zu überdecken. Genau diese Erwartung ist aber oftmals verknüpft mit all den Mühen der Weihnachtsvorbereitungen: Alles soll perfekt, friedlich, sanft und liebevoll sein…
„Das „Fest der Liebe“ kennzeichnet sich vielleicht hauptsächlich dadurch“ definiert Dr. Vogler „dass wir an diesen Tagen verstärkt versuchen, unser natürliches Liebes- und Harmoniebedürfnis auszudrücken. Die Enttäuschung entsteht dann dadurch, dass die Anderen dies nicht ausreichend wahrnehmen, nicht würdigen, nicht widerspiegeln oder einfach überfordert sind.“
Perfektion ist nicht alles
Wir können Weihnachten als eine spirituelle Erfahrung viel besser genießen, wenn wir uns eine natürliche Alltags-Spiritualität zurückerobern. Das Kirchenjahr hat einen Bezug zur Natur und wir Menschen können unserer Natur trotz vieler kultureller Annehmlichkeiten und Verführungen doch nicht entrinnen. Der Vortrag lädt auch dazu ein, eine spirituelle Wanderung durch die Jahreszeiten zu machen.
Wie dem enormen Perfektionsanspruch begegnet werden kann, welche Chancen in einem natürlichen und ungezwungenen Fest liegen, wie viel Alltag sich unter die Weihnachts-Harmonie mischen soll und ob ein Streit am Christfest unter allen Umständen vermieden werden muss, darüber referiert der Psychotherapeut und Chefarzt Dr. Johannes Vogler am 05. Dezember. |
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