Heinrich-Brügger-Schule
Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum
 
 
 
 

NICHT GERECHT?!

Zukunftsgesetz klammert Reha aus

Berlin - Im heute vom Bundestag beschlossenen Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) fehlen Regelungen für die deutschen Reha-Kliniken. Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken (BDPK), der die Interessen der über 600 privat geführten Reha-Kliniken vertritt, geht davon aus, dass die verantwortlichen Politiker bei der Gesetzesgestaltung von falschen Annahmen geleitet wurden. 
Während mit dem KHZG für die Krankenhäuser ein umfangreiches Investitionsprogramm aufgelegt wurde und der Erlösausgleich für den Betrieb unter Corona-Bedingungen geregelt wird, bleiben die Reha-Kliniken im Gesetz gänzlich unberücksichtigt. Für Thomas Bublitz, Hauptgeschäftsführer des BDPK, ein ernstes Versäumnis: „Hygieneanforderungen und Auflagen betreffen die Reha genauso wie den Akut-Bereich. Deshalb brauchen auch die Reha-Einrichtungen eine gesetzliche Regelung für den Ausgleich der coronabedingten Erlösausfälle.“   
  
 

Reha geht leer aus - ein Versehen?

 
Er ist sich sicher, dass die Reha im KHZG nur deshalb ausgeklammert wurde, weil die Politik von falschen Voraussetzungen ausgegangen ist: „Es wurde offensichtlich angenommen, dass die Reha-Kliniken über einen Belegungsrückgang wegen Corona mit den Kostenträgern verhandeln können. Das trifft aber nicht zu, denn dafür gibt keine gesetzliche Grundlage. Und ohne diese gibt es keine Möglichkeit, von den geltenden Preisvereinbarungen mit den Krankenkassen abzuweichen.“  
  
Der BDPK appelliert deshalb an die Bundesregierung, für eine Nachbesserung zu sorgen. Thomas Bublitz: „Die Politik hat in den letzten Monaten bewiesen, dass sie schnell handeln kann, und auch bereit ist, Fehleinschätzungen zu korrigieren. Dass sollte sie jetzt auch, denn sonst würden die Reha-Kliniken als Ersatzkrankenhäuser wegfallen. Im übrigen sollte die Reha auch nicht von der Telemedizin, Digitalisierung und IT-Sicherheit abgekoppelt werden. Die jetzt geförderten Investitionen für Krankenhäuser sollten deshalb auch für die Reha-Kliniken gelten.“  
  
 
Ihr Ansprechpartner
 
Antonia von Randow 
Pressesprecherin des BDPK e.V. Friedrichstraße 60, 
10117 Berlin 
Tel.: 030 – 2 40 08 99 – 0  
  
Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) vertritt seit über 70 Jahren dieInteressen von mehr als 1.000 Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken in privater Trägerschaft. Als deutschlandweit agierender Spitzenverband setzt er sich für eine qualitativhochwertige, innovative und wirtschaftliche Patientenversorgung in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken ein.  
  
Weitere Informationen: www.bdpk.de   
  
 
Artikel aus: www.bdpk.de, 18.09.2020  
  
 
 
Veröffentlicht am: 24.09.2020  /  News-Bereich: News über den Träger
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